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Unter fachkundiger Führung unseres Partnerclubs Tours wurden in zwei Projekten 28 Brunnen mit einem Gesamtaufwand von ca. 145.000 € gebaut. Der Rotary Club Bonn-Siebengebirge hat sich dabei an der internationalen rotarischen Aktion mit insgesamt 9.000 € beteiligt: 6.000 € für das erste (MG 61531, 15 Brunnnen) und 3.000 € für das zweite Matching Grant Projekt (MG 68859, 13 Brunnen).

Matching Grants
Wichtige Hebelfunktion bei der Finanzierung rotarischer Projekte hat, neben der Förderung der Rotary Distrikte, insbesondere die Aufstockung der einzelnen Clubbeiträge durch die Rotary Foundation über sogenannte Matching Grants (MG). Der Antrag des R.C. Tours vom 13. November 2006 auf Zuschuss zu MG 61351 wurde von der Rotary Foundation in 2007 genehmigt. Gleichfalls wurde die vorgesehene geografische Ausweitung des Brunnenbauprojektes von der Präfektur Tandjoaré auf die gesamte Savannenregion unterstützt.
Projektplanung
Unserer Freund Jean-Claude Henry vom R.C. Tours reiste im Dezember 2007 nach Togo, um die Vorbereitungen für das gemeinsames Brunnenbauprojekt abzuschließen. In seinem Reisebericht unterstreicht Jean-Claude das außerordentlich harmonische Gesprächsklima und die Qualität der Organisation durch unsere rotarischen Freunde vom R.C. Dapaong vor Ort.
Auf Basis der bisherigen Verpflichtungen und mit den erwarteten Zuschüssen der Rotary Foundation sollten die Brunnen mit großem Durchmesser vorwiegend in der Präfektur Tandjouaré gebaut werden. Hier ist die Wasserversorgung der Bevölkerung aufgrund der felsigen Bodenbeschaffenheit und des tiefen Grundwasserspiegels (ca. 20 m) besonders schwierig.
Der R.C. Dapaong hatte im Vorfeld bereits erste Erfahrung mit einem internationalen Brunnenprojekt sammeln können: In 2005 wurden zusammen mit kanadischen und amerikanischen Rotary Clubs bereits 10 Brunnen gebaut. Auch diesmal sollten die Freunde vom R.C. Dapaong wieder die Führung bei der Umsetzung vor Ort übernehmen und den Bau der Brunnen mit Hilfe von drei örtlichen Unternehmen vorantreiben.
Projektstandorte
Der Besuch vor Ort hat aber auch alle in ihrer Vorsicht und Sorgfalt bei der Auswahl der Projektstandorte bzw. Dörfer in den Präfekturen Tandjoaré, Kpendjal, Nord-Oti, Tone und Cinkanssé bestärkt. Jean-Claude Henry wies vorausschauend auf die teils schwierigen Rahmenbedingungen für den Bau der Brunnen hin: Abgelegene und nur schwer zugängliche Bauplätze, unzugängliches, felsiges Gelände sowie die Begrenztheit der Mittel auf im Schnitt 4.600 € pro Brunnen.
Projektdurchführung
Baubeginn von zunächst 9 Brunnen war Anfang 2008 nachdem die Rotary Foundation ihre Zustimmung zu dem beantragten Zuschuss gegeben hatte. Im Juni 2008 wurde eine erste Tranche fertiger Brunnen (5) des ersten Matching Grant Projekts eingeweiht und den Nutzern übergeben. Die Brunnen tragen die Namen der beteiligten Clubs. „Unser“ Brunnen steht in Mandouri-Koula und hat eine Tiefe von 17 m.
Stellvertretend für alle beteiligten Rotary Clubs nahmen Vertreter der Clubs: Tours, Tours-Ronsard und Bonn-Siebengebirge an den feierlichen Übergabe-Veranstaltungen teil, die jeweils unter lebhafter und zahlreicher Beteiligung der Bevölkerung und der örtlichen Honoratioren stattfanden. Eine Reihe weiterer im Bau befindlicher Brunnen wurden auch besucht.
Vom RC Bonn-Siebengebirge nahmen an der eindrucksvollen und manchmal auch recht abenteuerlichen Reise Dr. Hans-Dieter Scheel, Dr. Michael Neubrand und Wolfgang Gerz teil.
(Reisebericht der „Abenteurer“ folgt)
Die 15 Brunnen aus dem Projekt MG 61531 wurden im ersten Halbjahr 2009 fertiggestellt. Im gleichen Zeitraum konnten auch 8 Brunnen des inzwischen ebenfalls angelaufenen MG 68859 gebaut werden. Die restlichen 5 Brunnen dieser Tranche folgten in der ersten Jahreshälfte 2010.
Finanzierung
Die Gesamtkosten von ca. 145 000.- € wurden von 4 Rotary-Distrikten, mehr als 20 Rotary Clubs aus sechs Nationen, dem Inner Wheel Club Tours, 3 Unternehmen als Sponsoren und natürlich Rotary International aufgebracht.
„Make Dreams Real“ so hieß das Jahresmotto 2008/2009 von Rotary International. Rotary wollte sich in diesem Jahr auf Dienstprojekte konzentrieren, die insbesondere Kindern bessere Lebensbedingungen sichern: Eine gesunde Ernährung, Gesundheitsvorsorge, eine Schulausbildung und sauberes Trinkwasser sind vielerorts in unsrer Welt unerreichte Träume. Dieses Projekt liefert hierzu einen kleinen, aber sichtbaren Beitrag, denn eine ausreichende Versorgung mit sauberem Trinkwasser reduziert drastisch die Gefahr für Kinder – und selbstverständlich auch Erwachsene – an durch Wasser übertragenen Erregern zu erkranken und zu sterben.
Wir sind stolz, bei diesem internationalen Projekt mitgewirkt zu haben.
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